Donnerstag, 24. Oktober 2013

Beobachtungsbericht 24.10.2013

Heute ergab sich endlich mal wieder die Chance für uns einen zwar kurzen, aber mondlosen Blick ins Universum zu werfen ...

Ist ja auch schon wieder ein paar Tage her und war auch bitter nötig ...

Endlich konnte ich mal die ganze Explore Scientific 82° Okularpalette testen, wenn auch nicht in Ruhe, da der Mond ja auch schon um 22:17 wieder aufgehen sollte ...
Nach der Arbeir heimgerast, Teleskop eingepackt und los zum Beobachtungsplatz ...

Aufgebaut und den Lüfter angeschmissen, und während der Hauptspiegel geföhnt wird erstmal eine rauchen und vom Arbeitstag runterkommen ...

Supi! Hach wie hatte ich das vermusst die letzten Wochen ...

Kleiner Ringnebeltest: Zentralstern schon bei 215fach blitzen sehn ... Check ...

Den schönsten Anblick lieferte der Skullnebula, der mich mit seinen dunklen 
Augen anstarrte...

Auch Ngc 891 war klasse, das Staubband trat schön hervor ... 


Wir schauten uns das Trapezium im Orionnebel an,
zum ersten Mal konnte ich die Komponente E und F sehen ...

Alles in allem ein gelungener Abend ... :)

Zu erwähnen sei Rocky, der liebe Zottelhund, der aus dem Nichts auftauchte und uns einen ganz schönen Schreck einjagte :)

Samstag, 7. September 2013

Beobachtungsbericht 4.9.13


Auf gehts, auf 998m Höhe!

Wir waren zu fünft, Christian & seine Freundin, Marco und ich, später gegen 2 stiess noch Boris dazu...

Die Nacht versprach klasse zu werden, und so fanden wir uns gegen 22:30 auf dem Hohloh ein,
ich richtete mir mit Hocker und Rotlichtlampe einen kleinen "Arbeitsplatz" im offenen Kofferraum ein :-)

Als erstes ging es der NGC7331 Gruppe an den Kragen, hatte mich diese Galaxie doch beim Aufsuchen von Stephans Quintett schon fasziniert.

Ich konnte alle Begleitgalaxien aufblobben sehen, auch 2 ganz unscheinbare, etwas weiter entfernte
Auch wenn NGC7331 vergleichsweise sehr hell strahlt ...
Das nahm schon eine Weile in Anspruch, die kleinen Blobs auf meinen Skizzenblock zu bannen.
Auch das Staubband war sehr gut zu erkennen....


Ich ging weiter auf Galaxientour, und schaute NGC206 in der Andromedagalaxie an, 
auch M33, der Dreiecksgalaxie stattete ich einen Besuch ab, es waren viele Spiralarme und Knoten zu sehen, ich werde mich bald mal mit einer Skizze ranwagen, vielleicht beim nächsten Neumond :-)

Im Stropek fand ich den Beschreibungstext zu NGC 266 sehr interessant, ich mag Balkenspiralen,
also versuchte ich die Arme herauszukitzeln, was mir bis auf die Ansätze am Balken allerdings nicht gelang.

Der Balken war aber relaiv einfach zu entdecken.


Dann aß ich mal was, und schaute mir die Milchstrasse an, ein phantastisches Bild.

Marco hat das ganze mit der Kamera festgehalten:
Da konnte man sich garnicht satt sehen ...


Die Pause kam mir nach den ganzen Galaxien gerade recht ...

Ich machte weiter mit NGC1023, auch hier muss noch eine Zeichnung her, eine tolle Galaxie, die an einem Ende durch ihre kleine Begleitgalaxie NGC1023A etwas aufgehellt wird.

Dann jagten wir wieder ein paar Uranusmonde, was sich aber wegen dem schlechter werdenden Seeing nicht einfach gestaltete.

Jetzt war endlich mal eine Zeichnung von NGC891 fällig:
Das Staubband zog sich schön dunkel durch die Galaxie, ein klasse Anblick.


Nach weiteren Pausen folgte Jupiter, und M1, der mittlerweile auch aufgegangen war,
ich war jetzt aber schon sehr erschöpft.

Wir wollten bis Marsaufgang bleiben, aber mehr als ein weiss/rot-verwaschenes Pünktchen war nicht drin, und bis 20 Grad über Horizont zu warten war ich zu müde.

Den krönenden Abschluss machte der Orionnebel, der trotz Horizontsicht phantastische Filamente preisgab,
ich hatte ihn noch nie im 18"er gesehen, einfach wahnsinn...

Und dann gings um 5:10 ab in den Berufsverkehr, um kurz nach 6 zu Hause und um 7 im Bett ...

der nächste Tag war kurz und ich ziemlich gerädert :-) Aber was tut man nicht alles für den Sternenhimmel ...



Beobachtungsbericht 3.9.13


Wir waren gegen 22 Uhr nach dem Vereinsstammtisch am Beobachtungsplatz,
nach einer halben Stunde Auskühlzeit ging es dann auch direkt los.

Ich hatte vor kurzem schon einmal mit Stephans Quintett ge(lieb)äugelt,
und wollte das jetzt mit fitten Augen richtig angehen.

Ich konnte alsbald alle Galaxien aufblobben sehen,
auch NGC7320, die in einiger Entfernung steht, war da...
Ich konnte aber NGC 7318A/B nicht trennen...


Weiter ging es dann mit dem Pacman Nebel, hier bleibe ich noch eine Zeichnung schuldig :-)

Auch hatte ich in der letzten Nacht versucht den Bubblenebel ins Visier zu nehmen, auch dafür waren meine Augen überanstrengt gewesen...

Also rückte ich der Blase nochmal auf die Pelle:

 Na also, geht doch prima :-) den oberen Teil der Blase und die Gaswolke neben
dem Stern kam prima zum Vorschein, auch über der Blase war ein leicht 
verrauschtes Nebelsegment zu sehen, der Rest des Nebels blieb mir allerdings verborgen.


Dann schaute ich mal wieder bei Uranus vorbei und konnte 2 Monde direkt aufblitzen sehen ...

Ich guckte mir auch nochmal Abell2 an, den ich schon einmal besucht hatte, allerdings nur mit kleiner
Vergrösserung:
 

War aber trotzdem ein stimmiges Bild, und auch ein gutes Training fürs nächste Objekt....


Christian lieh mir seinen Guide-Ausdruck für Cassiopeia A, den Supernovaüberrest.
Ich bin auch sehr auf seine Zeichnung gespannt...
Ich fand dass das Teil sehr schwierig war, auch im 18"er ...
Mehr als das dichteste Segment konnte ich nicht herauskitzeln.


Wir plauderten noch eine Weile und dann gings gegen 2 Uhr ab ins Bettchen, fit sein für morgen,
eine ganze Nacht auf dem Hohloh....



 


Samstag, 17. August 2013

Beobachtungsbericht 15.08.13


Heute hatte ich 2 Laien mit an Bord, Ace, der schon einmal mit meinem 10" vor einem Jahr dabei war und Nadine, die Schwester der Freundin eines guten Kumpels von mir ...

Ace und ich waren bereits schon um 21:50 vor Ort und konnten gerade noch so einen stark wabernden Saturn anschauen, Spass hat das nicht mehr gemacht, aber für Ace war es hoffentlich trotzdem beeindruckend mal die Ringe mit eigenem Auge zu sehen, auch wenn man dafür schon etwas Geduld benötigte ...

Natürlich durfte auch der Mond nicht fehlen, bevor Nadine dann zu uns stiess ..

An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, das man zu einem Beobachtungsplatz nicht fährt,
wenn man vorher gebeten wird weiter unten zu parken :-) Fernlichtausleuchtung brauchen wir
Astronomen nicht an unseren Beobachtungsplätzen, das Standlicht mit Schrittgeschwindigkeit tuts
auch ... :-) Aber das war ja wegen dem Halbmond, der noch sehr hell leuchtete heute nicht so schlimm...

 Ich zeigte ihr auch nochmal den 140- und 400fach vergrösserten Mond, bevor es dann deeper ging...

Unsere Tour durchs Universum umfasste viele, schöne Objekte, die man auch bei Mond prima betrachten kann, und das waren natürlich viele Klassiker:

Zuerst mal ein paar Doppelsterne:

Albireo
Alkor&Mizar
Epsilon Lyra 1+2

Dann ein paar planetarische und galaktische Nebel sowie offene und Kugelsternhaufen :

M57
M71
M27
M13
M26
Omeganebel
Lagunennebel
NGC6778

2 Galaxien kamen auch noch dazu um mal zu gucken ob die beiden sowas sehen können:

MGC6504
M51 (zugegeben nicht mehr der optimale Zeitpunkt)

Zum Schluss noch 2 imposante Objekte:

M31,32
Cirrusnebel

Alles in allem Sachen, an denen sich auch jemand sofort erfreuen kann, der selten oder zum ersten Mal durch ein Teleskop schaut, ohne sich die Augen verbiegen zu müssen ... das würde sonst nur frusten, und das ist ja nicht Sinn der Sache .. Mir macht es von Zeit zu Zeit immer wieder Spass, Freunde und Bekannte oder Interessierte durchs Universum zu führen, ich mag es wenn bei den Leuten der AHA-Effekt einsetzt, denn genau das war es, was mich nach so kurzer Zeit zu einem so grossen Teleskop geführt hat ... :-)

Als die beiden dann gegen 0:40 in Bettchen durften :-) habe ich dann das Augenverbiegen übernommen:

Ich wollte mich im Pegasus rumtreiben und habe dann mal mit Jones1 angefangen, einem sehr grossen, schwacheren, plantearischen Nebel ...

Erstmal sah ich an der Stelle garnix, und habe mich dann wieder unter meiner Kapuze verkrochen,
das nach einer Weile blitze ein rundes Objekt immer wieder auf, und dann kamen auch die beiden helleren
- ich nenne es mal Flossen - dieses galaktischen "Mantarochens" zum Vorschein.


Ein OIII Filter war unbedingt nötig, nach ausreichender
Adaption war auch mal der UHC erfolgreich,
jedoch lieferte ersterer die besten Ergebnisse...
So ein Stropek ist doch Gold wert :-)


Dann hab ich noch eine Weile mit Christian geplaudert, und die Nacht schritt weiter fort .. 

Da ich ausser dem Jones garkeinen richtigen Plan für heute hatte, las ich im Rotlichtschein ein paar
Beschreibungen aus dem Stropek und fand mich bei verschiedenen Galaxien wieder, darunter dieses schöne Pärchen:

Das ist einfach klasse, wenn unterschiedlich elongierte Galaxien 
im Gesichtsfeld stehen.

Ich habe auch noch NGC7465/7448/7454 angesehen, auch toll :-) wenn auch nicht zeichnerisch festgehalten...

Dann fiel mir ein, das ich ja noch die Supernova 2013ej in M74 anschauen wollte, 
ich hatte mir zu Hause ein Bild angeguckt, aber nichts ausgedruckt, also hab ich einfach am Okular gezeichnet und dann später auf der Couch festgestellt, welcher Lichtpunkt die SN war:

... und somit ist 2013ej meine erste Supernova :-)

Zum Schluss bin ich habe ich noch bei Uranus vorbeigeschaut und mich daran erfreut 3 Monde grösstenteils direkt beobachten zu können, Ariel, Oberon und Titania!

In ruhigen Momenten standen alle 3 Monde gleichzeitig da, Ariel war sehr dicht an der Uranusscheibe auszumachen .. 

Das habe ich mir noch lange angesehen, bevor ich um 3:30 von 2 angetrunkenen Jeepfahrern mit Fernlicht die Adaption aus den Augen geblasen bekam ...

"Gucke Sie Sterne?"
Ich: "Ja, aber ich bau grad ab...TSCHÜSS." :-/
"Ok, tschüss, wir fahren hintenrum" (der 18" Dobson stand ja mitten aufm Weg, hehe :-)

Also ab nach Hause und ausschlafen ...

Sonntag, 4. August 2013

Beobachtungsbericht 2.8.13 - Kaltenbronn Hohloh 935m ü.N.

Mein erstes Mal Hohloh :-)

Hohe Erwartungen hatte ich an einen Platz an dem es laut Lichtverschmutzungskarte Bortle 5-4 sein sollte...

Oben angekommen, waren Christian und ich in der Dämmerung schnell mit dem Aufbau und Justage der Teleskope fertig ..

Schon eine 3/4 Stunde vor der absoluten Dunkelheit zeigte sich ein prächtiges Bild .. eine Transparenz, die den "normalen" Beobachtungsplatz in den Schatten oder bessergesagt ins Licht stellt :-)

Eine schön kontrastreiche Milchstrasse, die mich ein bisschen an Kreta erinnert ..

Heute sollte ein Galaxienabend werden, nachdem ich gestern ja soviele PNs begutachtet hatte ..
Somit hatte ich mir ein paar Abell-Galaxienhaufen herausgesucht, die eine derartige Himmelsqualität unbedingt erfordern.

Zum warmwerden hatte ich mir ein Objekt ausgesucht, das im Stropek mit "lustige, kleine Seyfertgalaxie" betitelt wurde, das zog mich irgendwie magisch an. Also guckte ich mal nach dem Dingens:

Ja, die Beschreibung passt :-)
Man kann mit den Ausläufern indirektes Seh-Ping-Pong 
spielen, je nachdem ob man drunter oder 
drüber guckt, blitzen die Nadeln sehr hell auf.
Bei 200fach schönster Eindruck.


Mit so einem Augen-Tuning bin ich dann auch gleich auf Abell 2199 losgegangen - Wow, das ist nicht einfach, wenn man es noch nicht gemacht hat .. 

Ich zeichnete ohne Vorwissen die schwachen Wattebäuschchen um NGC6166 grob auf meinen Notizblock, 
ich war deswährend schon gespannt auf das Originalfoto... Ich schaue mir soetwas eigentlich nicht vorher an, da ich sonst zu voreingenommen wäre ... Ich gleiche dann meinen Eindruck, bzw meine Skizze später mit einem schwach belichteten Amateurfoto aus dem Netz ab um zu überprüfen, was ich tatsächlich gesehen habe... Somit habe ich in der bestimmt 45 Minuten langen Tour um NGC6166 auch ein paar Galaxien übersehen: 

Das war schon anstrengend, aber wir hams ja so gewollt ...:-)


Zur Entspannung schaute ich dann mal bei Andromeda vorbei...
Wahnsinn, ich hatte noch nie einen Himmel, der dunkel genug war um Spiralbänder zu zeigen, das war für mich auch das erste Mal:

Die Sterne um M32 sind extra hervorgehoben, da
ich dort auf die Jagd nach dem Kugelsternhaufen G172 ging,
der auch nach einiger Zeit aufblitzte...


Weiter ging es dann mit Seyfert's Sextett, da ich mal wieder die Zeit vergessen hatte, war die Galaxiengruppe aber schon weiter Richtung Horizont gewandert, weswegen ich mit Sicherheit bei einem weiteren Anlauf mehr Details herausholen werde:



Dann schaute ich mal bei NGC 891 vorbei, ein Riesending das! Schönes Staubband, hatte ich letztes Jahr im 10-Zöller nicht gefunden .. Hier kommt bald noch ne Zeichnung dazu ... 

Auch M33 fuhr ich mal ein bisschen ab, aber der werde ich mich auch noch detaillierter widmen, wenn die Zeit dazu gekommen ist ... 

Zu guter Letzt schaute ich dann doch mal noch nach einem Abell in der Cassiopeia:

Auch ein hellerer Vertreter des Katalogs, mittlerweile ist mir klar, 
warum ich die Nebel in diesigen Nächten nicht gefunden hatte.


Auch wieder sehr zufrieden und erschöpft bauten wir gegen 2:30 Uhr ab, als die Mondsichel langsam den Himmel eroberte ... 

Mit gefühlten 10000 Käfern und einem Nachtfalter, der bei 200km/h auf der Autobahn vor meiner Nase im Innenraum meines Autos rumschwirrte, ging es zurück nach Hause .. 

Ich konnte erst nach einem Blick mit blossem Auge auf Juptier und Mars in der Morgendämmerung einschlafen .. 2 1/2 Stunden mussten genügen ...


Beobachtungsbericht 1.8.2013

Bereits früh waren wir am Beobachtungsplatz, abends am 31.07....

Bereits in der Dämmerung schimmerte der Nordamerikanebel über uns, die Nacht sollte vielversprechend werden ...

Ich begann meine Beobachtungen mit ein paar helleren planetarischen Nebeln im Adler ...


 Ein lustiger, kleiner Wutz :-)
Ein leicht abgerundetes Rechteck,
das da im Weltall schwebt .. 


Ein weiterer, für mich wesentlich imposanterer, planetarischer Nebel fand ich in NGC 6781:

Ein schön runder, matter Kringel, der am Rand leicht aufgehellt ist...
Soetwas sind die PNs zum verlieben für mich :-)


Ich schaute mir noch die dreiteilige Dunkelhöhle an, Barnard 142-3, wenn ich gerade schon mal 
den Greifvogel abtastete :-)

Ich hatte aber größeres vor heute Abend ... 

Natürlich hatte ich noch eine Rechnung mit Abell70 offen ... die Bedingungen waren besser als bei meinen letzten Versuchen, also ging ich den PN erneut an ... Ich beschäftigte mich mit dem POSS-Bild im Deepsky-Beobachteratlas, um die Stelle zu finden ... das hätte ich schon vorher tun sollen ...

Ein ewiges hin- und herblicken zwischen dem Ausdruck und dem Okular gaben mir irgendwann Gewissheit:
Ich hatte die Stelle sicher gefunden ... aber immer noch kein Abell zu sehen ... Kurz kam der Frust der letzten 2 Versuche wieder hoch, aber ich wollte mir nicht die Laune verderben lassen und zog die Kaputze über den Kopf, eine schön grosse, schwabbelige, die man vor dem Gesicht zusammenziehen kann :-)

Ich starrte in der Gegend herum und wohl zu lange auf den Punkt, an dem der PN stehen MUSSTE !!!
Nach einer Weile begann ich damit, gegen die Augenermüdung zu kämpfen und guckte in der Gegend herum ...

Moment mal, hat er da gerade nicht indirekt aufgeblitzt? Natürlich zwingt einen der Reflex erstmal wieder auf die Stelle und man sieht erstmal wieder nüscht! Also weitere Geschütze aufgefahren: Man stelle sich einen Arndt vor, der die Kapuze so zugezogen hat, das durch das Restloch gerade noch das Okular durchpasst...

Nach weiterem indirekten herumgegucke arbeiteten sich immer mehr Details heraus, irgendwann kam auch die hellere Stelle des Ringchens zum Vorschein:

Die hellere Stelle entsteht durch eine Galaxie, die sich genau hinter dem 
Nebel befindet. Gefunden habe ich ihn mit OIII-Filter,
das leichte Glimmen der Galaxie später im UHC wahrgenommen.
Habe ich vergessen auf der Zeichnung zu vermerken ...


Auch die einige Nächte zuvor beobachteten, geostationären Sateliten waren plötzlich wieder im Okular.

Überglücklich beobachtete ich noch eine Weile weiter, dann benötigte ich erstmal eine Pause ...
Mit so runteradaptierten Augen kann man sich auch im dunkeln eine Zigarette drehen, ohne Rotlicht anmachen zu müssen :-) 

Die Milchstrasse ging bis zum Südhorizont hinunter, sogar Lambda Scorpii war am Horizont zu sehen ...

Superklasse, da kann man sich gleich wieder auf einen Augenverbieger stürzen, nämlich Sh2-82...

Auch da benötigt man eine Weile, aber es ist schon wesentlich einfacher, den Nebel aus dem Himmelshintergrund zu stanzen: 

Nach einer Weile kann man die Form,
die wie eine 6 aussieht klar wahrnehmen.



Mittlerweile war die Mondsichel aufgegangen, ich besuchte noch einen letzten PN in der Leier.

Eine interessante Struktur, die ich 
aber müdigkeitsbedingt nicht 
so herauskitzelte ...


Wir bauten um 2 die Teleskope ab, nachdem ich noch kurz der Adaption mittels Mondsichel "gute Nacht" gesagt hatte :-)

Ich war sehr zufrieden, endlich musste Mr. Abell70 klein beigeben ...

Dienstag, 16. Juli 2013

Beobachtungsbericht 16.07.2013

Die Nacht begann einen Abend zuvor, aber die richtigen Beobachtungen begannen erst nach 0:13, da dort der Halbmond erst untergegangen war ..

Der Himmel war sehr transparent, die Schildwolke war klar auszumachen und schön hell ..
Die Milchstrasse ging bis fast an den Südhorizont hinunter.

Ich widmete mich noch einmal der Galaxie NGC 6384, weil das Augenverbiegen ja so spass macht :-)

Ich konnte mit viel Geduld den 3. Spiralarm sichten, allerdings war das sehr wage. Ich fertige deshalb keine neue Zeichnung an.

Ich ging alsbald auf den Schwan los, da der Himmel in Zenitnähe einfach phantastisch war.
Ich will sogar sagen das es im Bereich des Nordamerikanebels nördlich Deneb sehr aufgehellt war.

Aber nun zu den - für mich - neuen Objekten.

Ich hatte mir den planetarischen Nebel NGC 7008 für heute auserkoren:

 Ja, die Fötusform kommt sofort zur Geltung.
No more words to say :-)


Dann schauten wir uns nochmal Barnard 103 an, das macht schon Spass an der Nebelkante herum zu driften.

Ich probierte noch einmal den Cocoonnebel, zumindest konnte ich in der Gegend eine schwarze Kante feststellen, aber auch nur in südöstlicher Richtung.

Dann spurtete ich weiter zu NGC 40 ... ganz schön ungewohnt, eine NGC Nummer, die nicht 4-stellig ist :-)

2 Schalen um einen Zentralstern.
Ich mag planetarische Nebel.


Da der Himmel schön dunkel war, dachte wagte ich einen weiteren Versuch Abell70 zu sichten.

Ich habe keine Ahnung welche Vergrösserung ich einsetzen muss, um dat Ding nu wirklich zu finden.

Ich fuhr die Stelle mit 140, 200 und 380fach ab, nix.

Plötzlich drifteten mir beim Nachführen 4, später 5 schwache Punkte ins Okular. Ich dachte erst das sei eine optische Täuschung. Ich realisierte ein paar Sekunden später das ich nicht mehr nachführte, und die Objekte trotzdem im Okular blieben ... die folgende, später zu Haus per MS-Paint hastig erstellte Formation hatte ich bei 380x im Okular: 
Mir war klar das es etwas geostationäres 
sein musste, nur was?
Ich tippte auf eine Satellitenformation...


Dank freundlicher Hilfe aus dem Astrotreff sollte sich diese Vermutung dann auch bestätigen.

Ich ging danach noch mit Kaputze über dem Kopf und dem OIII/UHC-Filter bestückten Filterschieber weiter auf die Jagd nach Abell 70, aber wieder Fehlanzeige ... offenbar noch nicht dunkel genug? Falsche Vergrösserung? Ich weiss es nicht ... 
mit 8-9mm grossen Pupillen (bin ich ja stolz drauf) sollte doch so ein heller Abell mal drin sein ... 
Weiss nicht was ich da falsch mache ... 

Wieder unter der Kapuze hervorgeschaut, blendete mich die Umgebung schon fast, so runteradaptiert wie ich war... Ein Blick auf die Uhr beendete meine Suche....

Ich war um 3:15 daheim und 2 Pils später um 4:15 im Bett ... kurzer Schlaf, vom Wecker aus der Tiefschlafphase gerissen ... Bäh :-)